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MAN spart Bares mit MMS
Die Trockenbearbeitung ist nicht nur
aus Gründen des Umwelt- und Arbeitsschutzes vorteilhaft,
sondern spart auch Kosten für Beschaffung und Pflege
der Kühlschmier-mittel. Wer darüber hinaus die Chance
nutzt und seine Zerspanungsprozesse einer generellen Revision
unterzieht, profitiert auch in Sachen Produktivität.
So auch bei MAN in München: Das Ziel, bei gleicher Werkzeug-standzeit
die Prozesszeiten zu verkürzen, wurde weit übertroffen.
Von Ingo Grausam
Die Minimalmengenschmierung (MMS) ist ein Teilgebiet
der Trockenbearbeitung. Sie eröffnet in der spanenden
Bearbeitung ein großes Opti-mierungspotenzial, das aus
einer Vielzahl von verfahrensspezifischen Vorteilen resultiert.
MMS-Vorteile in der Praxis
So wird das Werkzeug bei der MMS keinem Thermo-schock ausgesetzt,
wie er bei der Nassbearbeitung infolge der Kühlwirkung
des Kühlschmierstoffs (KSS) an der Werkzeugoberfläche
auftritt. Die Werkzeug-standzeit verlängert sich, da
die MMS reine Öle ohne Wasseranteile verwendet. Auch
ist eine höhere Oberflächenqualität erzielbar,
weil die bessere Schmierwirkung den Spanfluss an der Schneidkante
unterstützt. Ebenso wichtig ist der Aspekt, dass man
auf ein aufwändiges Kreislaufsystem verzichten kann,
das die Aufgabe hätte, Feinstspäne aus dem Kühlschmierstoff
herauszufiltern. Außerdem spart das wertvollen Platz
gegenüber der herkömmlichen Kühlschmierstoff-Peripherie.
Nicht zu unterschätzen sind die ökologischen
Aspekte: Bei der MMS wird weitgehend auf aggressive Additive
verzichtet, die zur Lebensdauer-verlängerung der KSS
dienen. Diese Zusätze schädi-gen die Lacke und Dichtungen
der Werkzeugmaschi-nen und belasten die Umwelt ebenso wie
die
Bediener der Werkzeugmaschinen. Und die besseren Arbeitsbedingungen
wirken außerdem motivations-steigernd auf die Bedienmannschaft.
Die MMS bewirkt auch Kosteneinsparungen im Um-feld: So entfallen
die Beschaffungs-, Lagerungs- und Entsorgungskosten der KSS
nahezu komplett, teil-weise auch Waschprozesskosten. Schließlich
sinken die Verwaltungs- und Betriebskosten, weil im Umgang
mit Ölen und Öl-Wasser-Gemischen die Anzahl von
Gesetzen und Verordnungen exponentiell zunimmt...
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