Minimalmengenschmierung

Bei der Minimalmengenschmierung (MMS) wird das Schmiermittel in Form eines Ölnebels (Aerosol) zur Schneidkante transportiert. Im Gegensatz zum herkömmlichen Kühlschmierstoff (KSS) werden nur geringste Mengen an Schmiermedium zur Spanabfuhr verwendet. Der größte Anteil der Wärmeenergie wird dabei durch den Luftstrom und die hohen Vorschubgeschwindigkeiten mit dem Span abgeführt.

Dynamische Aerosolerzeugung und Überwachungsfunktionen innerhalb der MMS-Systeme sorgen für höchste Prozesssicherheit.


Vergleich der Verfahren

KSSMMS
Geringere Anschaffungskosten Werkzeugmaschine      
Geringere Anschaffungskosten Schmiertechnologie      
     
Höhere Werkzeugstandzeiten      
Höhere Schnittgeschwindigkeiten      
Homogenere Temperatur an der Schneide      
Kürzere Bearbeitungszeiten      
Bessere Oberflächengüten      
     
Verbrauch Schmiermittel hoch niedrig
Späne nass trocken
Werkstücke nach der Bearbeitung nass trocken
Filterung Kühlmittel notwendig nicht notwendig
Entsorgung Kühlschmierstoff notwendig nicht notwendig
Reinigung Späne notwendig nicht notwendig

Bearbeitungsformen:

  • Fräsen
  • Drehen
  • Gewinden
  • Gewindeformen
  • Bohren
  • Tieflochbohren
  • Reiben
  • Rollieren ...

So eindeutig...?

So eindeutig! Die größte Herausforderung bei MMS-Anwendungen besteht darin, ein perfektes Aerosol zu generieren und zuzuführen. Für viele Hersteller ist dieser Anspruch unerreicht. Wir von LUBRIX beherrschen das perfekte Aerosol. Homogenste Partikelgrößen zwischen 0,1 und 1 µm, exakt parametriert und prozesssicher überwacht.

1 Kanal

Bis in die 90er-Jahre führte man das Schmieröl und die Luft in getrennten Kanälen durch die Spindel. Beide Medien wurden im Werkzeughalter vermischt.

Heute erzeugen LUBRIX-Systeme ein Schmierstoffaerosol in modernen MMS-Systemen und führen das aufbereitete MMS-Medium kontrolliert zur Schneide. Für den Anwender ergeben sich ausschließliche Vorteile:

  • Homogenere Ölförderung
  • Geringerer Ölverbrauch
  • Einfachere Installation
  • Schnellere Reaktionszeit
  • Keine Drosselwirkung im Werkzeughalter
  • Leckagen in Zuleitungen haben einen weniger negativen Einfluss
intern-extern1

Interne Zuführung

 

Externe Zuführung

Optimale Kühlung

Abschattung

Externe Zuführung

Eine Düse sprüht das Aerosol von außen auf die Werkzeugschneide. Für Werkzeuge ohne Kühlkanäle kann nur die externe Zuführung eingesetzt werden.


Interne Zuführung

Das Aerosol wird durch das Werkzeug geführt und somit unmittelbar am Ort der Zerspanung aufgebracht. Somit kann mit minimalem Ölverbrauch eine optimale Schmierung erfolgen.

Nach Möglichkeit sollte immer "intern" zugeführt werden, um Abschattungseffekte und Streuverluste zu vermeiden.

Ein weiterer Vorteil der internen Zuführung ist die Tatsache, dass hierbei keine Austrittswinkel von Düsen manuell eingestellt werden müssen.